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Mit unserer Audio-Podcast-Reihe "Hör mal wie gut das riecht!"  liefern wir Euch tiefes Hintergrundwissen und Fun Facts.

Warum ist MFK so ausgesprochen gut?

... wenn doch Maison Francis Kurkdjian nahezu unaussprechlich ist.

Warum ist MFK so ausgesprochen gut?

Kindheit & Duft-Philosophie – Wie ein Balletttraum zum Duftuniversum wurde

Francis Kurkdjian wird 1969 in Paris geboren – als Kind einer armenischen Familie, in der Kultur keine Deko ist, sondern Grundnahrungsmittel: Musik, Kunst, Geschichten, Besuche in Pariser Museen gehören zum Alltag. 
 
Eigentlich will er als Teenager Balletttänzer an der Pariser Oper werden. Er besteht die Aufnahmeprüfung nicht – und steht plötzlich vor der Frage: Was jetzt? Dieser Bruch ist wichtig: Statt Bühne wird es ein anderes, unsichtbares Theater – die Welt der Düfte. Schon mit 13 interessiert er sich für Parfum, mit 16–17 ist klar: Er will Parfümeur werden.

Foto Maison Francis Kurkdjian

Seine Philosophie lässt sich in drei Sätzen zusammenfassen:

  • Duft ist Sprache. In Interviews beschreibt er Parfum als „Story in flüssiger Form“ – ein Buch schreibt mit Worten, er erzählt mit Molekülen.
  • Duft ist Garderobe. Die MFK-Kollektion ist bewusst wie eine „fragrance wardrobe“ gedacht: verschiedene Düfte für verschiedene Rollen, Launen, Orte.
  • Duft ist Empowerment. Er will, dass Menschen sich mit seinem Parfum „stärker“ fühlen – so, wie ein perfekter Anzug oder ein gutes Paar Schuhe plötzlich Haltung erzeugt.
Für Francis Kurkdjian ist die olfaktorische Garderobe die Essenz seines Hauses – ein persönlicher Ausdruck, der die Freiheit verkörpert, alle Facetten der eigenen Persönlichkeit zu zeigen.

Ausbildung & Karriere: Von „Le Male“ bis Dior

ISIPCA & die ersten Jahre
1990 beginnt Kurkdjian sein Studium an der legendären ISIPCA in Versailles – der Kaderschmiede für Parfümeure. Nach dem Abschluss startet er bei Quest International (heute Teil von Givaudan) und arbeitet im Hintergrund für große Marken.

Parallel macht er einen Master am Paris Institute of Luxury Marketing – er lernt also nicht nur Formeln, sondern auch Luxus-Branding.

Der Durchbruch: Le Male & die 90er/2000er
Mit 26 Jahren knallt er einen Duft raus, der bis heute in jedem Duty-Free steht:
Jean Paul Gaultier – Le Male (1995).
Der Duft wird einer der meistverkauften Herrendüfte der Welt und macht seinen Namen in der Branche unsterblich.

Es bleibt nicht dabei. In den folgenden Jahren komponiert er u.a.:
  • Guerlain – Rose Barbare (eine moderne Rose für die L’Art-et-la-Matière-Linie)
  • mehrere Kouros-Flanker für Yves Saint Laurent
  • Narciso Rodriguez for Her / for Him (mit Christine Nagel)
  • Cologne Blanche & Eau Noire für Dior – frühe Hinweise darauf, wie gut er mit klassischen Luxus-Häusern harmoniert
Nebenbei rekreiert er den angeblichen Lieblingsduft Marie Antoinettes für Versailles und baut riesige olfaktorische Installationen in Museen und Gärten – Parfum nicht als Produkt, sondern als Kunstprojekt.

Gegenwart: Der Mann hinter MFK – und Dior

2017 übernimmt LVMH das Haus Maison Francis Kurkdjian.
Seit 2021 ist Francis Kurkdjian zusätzlich Creative Director Parfum bei Dior – verantwortlich für Schwergewichte wie J’adore L’Or, Sauvage Eau Forte oder neue Versionen von Miss Dior und Dior Homme.
Für Dich als Konsument heißt das:
  • Bei Dior: High-End Mainstream mit künstlerischem Anspruch.
  • Bei MFK: Die volle kreative Freiheit – kein Mass-Market-Kompromiss, sondern maximale Raffinesse für Duft-Nerds.
Creed Aventus

Die Geburt von Maison Francis Kurkdjian

2009 trifft sich Kurkdjian mit Marc Chaya, einem ehemaligen Partner bei Ernst & Young. Chaya erkennt, dass der „Nase“ der Branche oft die Bühne fehlt – der Parfümeur steht nie vorne auf dem Flakon. Also gründen die beiden Maison Francis Kurkdjian – mit Kurkdjian als kreativer Kopf und Chaya als CEO & Strategen.

Die Ziele:
  • Den Parfümeur ins Rampenlicht stellen.
  • Eine Kollektion entwerfen, die wie ein Kleiderschrank funktioniert: verschiedene Stücke für Alltag, Date, Office, Red Carpet.
  • Französisches Savoir-faire, aber mit zeitgenössischer Vision – nicht retro, nicht „Barock plus Goldrand“, sondern klar, urban, modern.
Der Ort passt dazu: Das Maison entsteht in der Nähe der Place Vendôme in Paris – zwischen Haute Joaillerie, Couture und High-End-Hotels.
Creed Aventus

Die MFK-Stars rund um den Blockbuster Baccarat Rouge 540

Baccarat Rouge 540 – der rote Mythos

Baccarat Rouge 540 startet 2014/2015 als limitierte Kooperation mit dem Kristallhaus Baccarat zum 250-jährigen Jubiläum:

OUD – dunkles Gold aus Agarholz

Mit OUD (2012) bringt MFK eine westlich-luxuriöse Interpretation von Agarholz, inspiriert von der Kultur des Nahen Ostens, aber in der klaren, konstruierten Sprache französischer Parfümerie.

OUD satin mood – Cashmere in Flakonform

OUD satin mood ist einer der populärsten Oud-Flanker der Marke – vor allem in Duft-Bubbles, in denen man über Layering und Nischenparfum diskutiert.

Gentle Fluidity Silver & Gold – Gender ist fließend, Formeln auch

Mit Gentle Fluidity treibt Kurkdjian ein Konzept auf die Spitze:
Zwei Düfte, Silver und Gold, die auf der gleichen Rohstoff-Liste basieren, aber nur durch unterschiedliche Dosierung komplett andere Persönlichkeiten bekommen.

Grand Soir – Paris by Night im Flakon

Grand Soir ist Kurkdjians Hommage an einen großen Abend in Paris: Brücken, Lichtreflexe, warmes Amber-Licht – alles übersetzt in Harze und Vanille.

Extrait de Parfum – wenn MFK den Regler hochdreht

Gerade bei Baccarat Rouge 540 und OUD satin mood macht es Sinn, die Extrait-Versionen getrennt zu betrachten:

Baccarat Rouge 540 – der rote Mythos

Baccarat Rouge 540 startet 2014/2015 als limitierte Kooperation mit dem Kristallhaus Baccarat zum 250-jährigen Jubiläum:

OUD – dunkles Gold aus Agarholz

Mit OUD (2012) bringt MFK eine westlich-luxuriöse Interpretation von Agarholz, inspiriert von der Kultur des Nahen Ostens, aber in der klaren, konstruierten Sprache französischer Parfümerie.

OUD satin mood – Cashmere in Flakonform

OUD satin mood ist einer der populärsten Oud-Flanker der Marke – vor allem in Duft-Bubbles, in denen man über Layering und Nischenparfum diskutiert.

Gentle Fluidity Silver & Gold – Gender ist fließend, Formeln auch

Mit Gentle Fluidity treibt Kurkdjian ein Konzept auf die Spitze:
Zwei Düfte, Silver und Gold, die auf der gleichen Rohstoff-Liste basieren, aber nur durch unterschiedliche Dosierung komplett andere Persönlichkeiten bekommen.

Grand Soir – Paris by Night im Flakon

Grand Soir ist Kurkdjians Hommage an einen großen Abend in Paris: Brücken, Lichtreflexe, warmes Amber-Licht – alles übersetzt in Harze und Vanille.

Extrait de Parfum – wenn MFK den Regler hochdreht

Gerade bei Baccarat Rouge 540 und OUD satin mood macht es Sinn, die Extrait-Versionen getrennt zu betrachten:

Warum MFK anders tickt. Kleine Anekdoten, die man gerne weitererzählt

  • Vom gescheiterten Tänzer zum Duftarchitekten
    Dass Kurkdjian beim Pariser Opernballett abgelehnt wurde, hat vermutlich seine Art geprägt, Düfte zu komponieren: Struktur, Rhythmus, Bewegung, Sillage – alles erinnert an eine Choreografie im Raum.
  • Die Großmutter als Kulturagentin
    Seine armenische Großmutter überlebte mehrere Kriege und nahm ihn als Kind mit in Museen und in die Pariser Kulturwelt, um ihn bewusst nicht in einem ethnischen „Ghetto“ aufwachsen zu lassen. Gleichzeitig bestand sie darauf, dass er seine armenischen Wurzeln kennt. Dieses Spannungsverhältnis – verwurzelt und trotzdem kosmopolitisch – spürt man in vielen seiner Düfte.
  • Papier d’Arménie & Marie Antoinette
    Kurkdjian hat das klassische Räucherpapier Papier d’Arménie für ein Frankreich-Armenien-Gedenkjahr neu interpretiert und den Duft der Königin Marie Antoinette für Versailles rekonstruiert – Duft als historische Rekonstruktion.
  • Bespoke Atelier
    2001 eröffnet er als einer der ersten ein Atelier für maßgeschneiderte Parfums, lange bevor „Custom Fragrance“ zum Marketing-Buzzword wird.
All das erklärt, warum seine Düfte oft wirken, als wären sie zwischen Museum, Modehaus und Opernhaus entstanden – nicht im Marketing-Büro einer Massenmarke.

Welcher MFK-Duft passt zu Dir?

Duft-Typ Empfohlener MFK Warum?
Ich will ein Statement, das jeder erkennt Baccarat Rouge 540 (EdP) Maximal wiedererkennbares Sillage-Monster, trotzdem elegant tragbar.
Ich mag dunkel, rauchig, luxuriös OUD oder OUD satin mood (Extrait) Oud in französischer Tailoring-Version – viel Präsenz, kein Chaos.
Ich will einen modernen Allrounder für Tag & Nacht Gentle Fluidity Silver Frisch, sauber, leicht edgy – perfekt für Stadtleben & Office.
Ich brauche den perfekten Date-Night-Duft Grand Soir oder Gentle Fluidity Gold Warm, umhüllend, hautnah – macht dich interessanter, nicht lauter.
Ich will einen ganz persönlichen „Kurky“-Signature Mix aus Baccarat Rouge 540, OUD satin mood & einem leichten Cologne aus dem Haus Layering & „olfaktorische Garderobe“ sind genau das, wofür die Marke entworfen wurde.

Welcher MFK-Duft passt zu Dir?

Duft-Typ Empfohlener MFK Warum?
Ich will ein Statement, das jeder erkennt Baccarat Rouge 540 (EdP) Maximal wiedererkennbares Sillage-Monster, trotzdem elegant tragbar.
Ich mag dunkel, rauchig, luxuriös OUD oder OUD satin mood (Extrait) Oud in französischer Tailoring-Version – viel Präsenz, kein Chaos.
Ich will einen modernen Allrounder für Tag & Nacht Gentle Fluidity Silver Frisch, sauber, leicht edgy – perfekt für Stadtleben & Office.
Ich brauche den perfekten Date-Night-Duft Grand Soir oder Gentle Fluidity Gold Warm, umhüllend, hautnah – macht dich interessanter, nicht lauter.
Ich will einen ganz persönlichen „Kurky“-Signature Mix aus Baccarat Rouge 540, OUD satin mood & einem leichten Cologne aus dem Haus Layering & „olfaktorische Garderobe“ sind genau das, wofür die Marke entworfen wurde.

FAQ - MFK

einfach auf die Frage klicken

Wo kann man MFK testen?

Kurz:In der Parfümerie Hussong

Die Düfte von MFK musst Du live erleben. Selbst die Ikonen, wie Baccarat Rouge 540 oder Grand Soir, sind kein Blindbuy, sondern entwickeln sich individuell auf Deiner Haut.

Ist Maison Francis Kurkdjian (MFK) eher für Männer oder Frauen?

Kurz: Viele MFK-Düfte sind bewusst unisex gedacht.

Offiziell gibt es Damen- und Herrendüfte, aber das Haus denkt in „olfaktorischen Garderoben“ statt in starren Gender-Kategorien. Wichtige Releases wie Baccarat Rouge 540, Grand Soir oder OUD satin mood sind klar unisex positioniert.

Ist Baccarat Rouge 540 ein Herrenduft?

Kurz: Nein – offiziell unisex.

In der Praxis tragen ihn alle: von Social-Media-Fans bis zu Business-Typen im Anzug. Entscheidend ist, ob du diesen süß-harzigen, „luftig“-amberwoodigen Charakter magst.

Was ist der Unterschied zwischen Baccarat Rouge 540 Eau de Parfum (EdP) und Extrait de Parfum?

Kurz: EdP wirkt transparenter, das Extrait dichter und länger.

  • EdP: luftiger, kristalliner, eher „Zuckerdunst“.
  • Extrait: dichter, cremiger, mandeliger – meist stärkere Projektion und längere Haltbarkeit.
Was macht die OUD-Düfte von MFK besonders?

Kurz: Oud-Opulenz, aber französisch „konstruiert“ statt Rauchkeule.

Sie kombinieren die Wucht von Oud mit klarer Struktur: definierte Akkorde statt undifferenzierter Rauchwand. OUD ist eher holzig-würzig; OUD satin mood übersetzt Oud in samtige, rosige Wärme.

Wofür steht „Gentle Fluidity“ genau?

Kurz: Gleiche Rohstoffe – andere Dosierung, anderes „Gender-Feeling“.

Beide Versionen nutzen dieselben 49 Rohstoffe, aber in anderer Balance: Silver wirkt frischer und klarer, Gold wärmer und vanilliger.

Kann ich MFK-Düfte layern?

Kurz: Ja – „olfaktorische Garderobe“ ist genau dafür gemacht.

Viele layern z.B. Baccarat Rouge 540 mit frischeren Colognes oder setzen zu Grand Soir eine hellere Zitrus-Note für Kontrast.

Warum sind MFK-Düfte so teuer?

Kurz: Luxus-Positionierung + Rohstoffe + Entwicklungsaufwand.

Hochwertige Rohstoffe (z.B. Oud-Qualitäten), aufwendige Entwicklung, High-End-Retail-Positionierung und ein kreativer Kopf, der zur Top-Liga der Parfümeure gehört.

Für ein echtes Dufterlebnis und eine klasse Beratung besuchen Sie uns in der Ludwigsstraße 1 in Mainz.